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"Radikal jung" Theaterpremiere am 25.10.2026

Wenn rechte Ideologie wie ein Alltagstipp daherkommt: Theaterprojekt „Radikal Jung“ in Görlitz

Das Theaterkollektiv Polyformers untersucht, wie rechte Influencer junge Menschen ansprechen und politische Weltbilder normalisieren. Gemeinsam mit drei Jugendlichen aus Görlitz wird das Stück am 25. Oktober in der Rabryka gezeigt.

Wie werden junge Menschen für rechtsextreme Ideologien empfänglich? Welche Rolle spielen soziale Medien, Gruppendynamiken und die Suche nach Zugehörigkeit? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Theaterprojekt „Radikal Jung“, das am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 18 Uhr in der Rabryka in Görlitz Premiere feiert. Gemeinsam mit drei Jugendlichen aus Görlitz haben die professionellen Theatermacher des Kollektivs Polyformers ein Stück über Rechtsextremismus und Radikalisierung unter Jugendlichen erarbeitet.
Die Produktion wurde bereits in verschiedenen Städten gezeigt und hat auch überregional Aufmerksamkeit erhalten. Unter anderem berichteten der Tagesspiegel, die taz, die Süddeutsche Zeitung und die Mitteldeutsche Zeitung über das Projekt. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Frage, wie rechte Ideologien verbreitet werden, wie sie insbesondere junge Menschen erreichen und wie sich Radikalisierungsprozesse vollziehen. Die Görlitzer Aufführung führt das Projekt mit Jugendlichen vor Ort weiter.

„Radikal Jung“ basiert auf intensiver Recherche und wurde vom Rechtsextremismus-Experten Andreas Speit begleitet. Die dokumentarische Theaterproduktion verbindet informative Passagen mit spielerischen und immersiven Elementen. Anhand konkreter Beispiele untersucht sie Narrative, Strukturen und Mechanismen rechter Jugendbewegungen. Dabei geht es auch um die Rolle sozialer Medien, die Verbreitung extremistischer Inhalte und die Frage, warum bestimmte Weltbilder für junge Menschen attraktiv werden können.

Die Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus der jeweiligen Aufführungsstadt ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Regisseur Fabian Rosonsky hat „Radikal Jung“ bereits in verschiedenen Städten mit lokalen Jugendlichen erarbeitet. Für die Görlitzer Ausgabe bringt das Theaterkollektiv seine Recherche und künstlerische Praxis mit Perspektiven aus der Stadt zusammen.

„Die Arbeit in Görlitz bedeutet mir und dem gesamten Team sehr viel, da rechte Jugendgewalt hier präsent ist und auch im Stück thematisiert wird. Umso mehr Respekt habe ich vor den drei Jungen Menschen zwischen 14 und 16 Jahren mit denen wir vor Ort arbeiten. Zwei von ihnen leben noch nicht sehr lange in Deutschland und trotzdem haben alle den Mut, ihre Meinung zu äußern und auf die Bühne zu bringen. Das finde ich bewundernswert und ermutigend.“ so Fabian Rosonsky, der im Stück die Regie führt.

Die Auseinandersetzung ist angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen besonders relevant. Zugleich stellt sich die Frage, wie rechte Inhalte über digitale Plattformen verbreitet werden und wie sich ihre Wirkung auf junge Menschen und die Gesellschaft insgesamt verstehen lässt. „Radikal Jung“ eröffnet einen künstlerischen Zugang zu diesen Fragen, ohne einfache Antworten vorzugeben.

Die Premiere richtet sich an alle, die sich mit Rechtsextremismus, Jugendkultur, sozialen Medien und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinandersetzen möchten. Im Anschluss an die Aufführung findet ein Nachgespräch statt, das Raum für Fragen, unterschiedliche Perspektiven und gemeinsame Reflexion bietet.

 

Radikal Jung – Rechtsextremismus unter Jugendlichen
Sonntag, 25. Oktober 2026, 18 Uhr
Rabryka, Conrad-Schiedt-Straße 23, 02826 Görlitz

Tickets und weitere Informationen:
https://www.rabryka.eu/veranstaltungen/detail/14169-Radikal-Jung-Premiere

Die Aufführung „Radikal Jung – Rechtsextremismus unter Jugendlichen“ in Görlitz ist ein Projekt des Theaterkollektivs Polyformers in Zusammenarbeit mit der Rabryka. Es findet im Rahmen von „LOKAL – Programm für Kultur und Engagement“ der Kulturstiftung des Bundes statt. Das Projekt wird außerdem durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Görlitz im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

Wer mehr erfahren oder sich beteiligen möchte, ist herzlich willkommen!


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